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MILITÄR/7424: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 24.05.2017 (SB)


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OPCW berichtet dem Sicherheitsrat von Giftgasfunden in Syrien

Die Uno-Abrüstungskommissarin Izumi Nakamitsu hat dem Weltsicherheitsrat in New York am Dienstag berichtet, daß die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz vom 4. April in der Nähe des syrischen Ortes Chan Scheichun Spuren von Sarin oder einer sarinähnlichen Substanz gefunden hat. Zudem könnte am 16. September 2016 in der Nähe von Aleppo Senfgas zur Anwendung gekommen sein. Die Experten der OPCW machen grundsätzliche keine Angaben dazu, welche Konfliktpartei für den Einsatz von international geächteten Chemiewaffen verantwortlich war. Das übernimmt der sogenannte Uno-Investigativmechanismus JIM.

Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu berichtete am Mittwoch dem Föderationsrat in Moskau unter anderem von der Situation in Syrien. Der Minister bezweifelte den Wahrheitsgehalt der meisten Filme und Reportagen über C-Waffen-Angriffe in dem Bürgerkriegsland an und erklärte, das russische Militär wisse sehr genau, welche Konfliktpartei wo illegale Waffen lagere. Demnach verfügen der Islamische Staat und die al-Nusra-Front über C-Waffen-Komponenten. Schoigu äußerte die Befürchtung, daß diese morgen in einem beliebigen Land auftauchen könnten.

24. Mai 2017


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