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SCHACH-SPHINX/05394: Fröhliches Kombinieren in Luzern (SB)


Seit mehreren Jahrzehnten läßt sich das russische Nationalteam bei den alle zwei Jahre stattfindenden Schacholympiaden nicht von der Spitze verdrängen. Und es sieht auch nicht danach aus, als sollte sich dies in den kommenden Jahren ändern. Einen großen Schritt nach vorne zu dieser Dauerpräsenz auf dem obersten Treppchen machten die Russen bei der Olympiade 1982 in Luzern. Mit Anatoli Karpow und Garry Kasparow besaß das Team ohnehin die beiden stärksten Schachspieler der Welt im Kader. Vom 30. Oktober bis zum 16. November 1982 dauerte die Olympiade, aber währenddessen gab es dennoch eine Überraschung zu melden. Als das russische Team nämlich gegen die Schweiz antrat, kam es nicht - wie von vielen erwartet - zum Spitzenduell zwischen Karpow und den für die Alpenrepublik spielenden Exilrussen Viktor Kortschnoj. Aus welchen Gründen auch immer, jedenfalls vertrat der damals 19jährige Kasparow seine Mannschaft auf dem ersten Brett. Und er gewann überzeugend gegen Kortschnoj. Am Ende der Olympiade belegten die Russen weitaus deutlicher als zuvor in Buenos Aires 1978 und Malta 1980 den ersten Platz. Aus Luzern stammt auch das heutige Rätsel der Sphinx zwischen den Schachmeistern Keller und Grünfeld. Mit den weißen Steinen hatte sich Keller eine hervorragende Angriffssstellung erspielt. Was noch fehlte war die kombinatorische Siegespointe, die zu finden, Wanderer, nun deine Aufgabe ist.



SCHACH-SPHINX/05394: Fröhliches Kombinieren in Luzern (SB)

Keller - Grünfeld
Luzern 1982

Auflösung letztes Sphinx-Rätsel:
Die schwarze Stellung war in sich bereits so brüchig, daß Meister Gufeld mit 1.Sd4-e6! alles zum Einstürzen brachte. Wegen der Doppeldrohung 2.Se6xd8 und 2.Se6xc5 gab sich sein Kontrahent Weingold sofort geschlagen. Auch 1...Td8-e8 hätte wegen 2.Se6xc5 nichts mehr genützt.


Erstveröffentlichung am 19. März 2002

23. Februar 2015


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